Archiv für die Kategorie ‘gedacht’

Wikipedia widerlegt keine Markttheorien

Dienstag, 24. August 2010

Das Handelsblatt titelt heute "Wie Wikipedia Markttheorien widerlegt" (via @carta_). Dieser Artikel ist aus meiner Sicht einfach nur ärgerlich:
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Was kommt nach der Integration?

Dienstag, 20. Juli 2010

Ein Satz aus dem Artikel “Was kommt nach der Gleichstellung?” von Antje Schrupp, der mir sehr gut gefallen hat und den ich eines Tages gerne in abgewandelter Form auch auf Migranten anwenden wollen würde:

Nach der Integration besteht die Herausforderung darin, die kulturelle Differenz an den Orten, wo sie sich zeigt, nicht zu verleugnen, sondern zum Gegenstand politischer Verhandlungen zu machen – und das, wohlgemerkt, ohne in alte Migrantenrollenklischees zurückzufallen, die es leider auch immer noch gibt.

Nach Antje Schrupp, Was kommt nach der Gleichstellung?, 20.07.2009

Nur weil Frauen in der Gesellschaft gleichberechtigt werden oder sind, werden aus Männern keine Frauen.
Und nur, weil (falls) Migranten eines Tages in der deutschen Gesellschaft gleichberechtigt werden, würden aus Deutschen keine Migranten.

Dass sich das Verständnis vom Mann-Sein ändert oder das Verständnis vom Deutschen, ist nichts Neues, sondern hat es (historisch gesehen) in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden laufend gegeben.

Auch wenn gerade Männer mit Zuwanderungsgeschichte das nicht gerne hören, aber wir Migranten können einiges von den Frauen und der Frauenbewegung lernen.

Piraten und das Urheberrecht

Dienstag, 08. September 2009

"Wir nehmen", verteidigen sie sich, "doch niemandem etwas weg. Wir fertigen lediglich ohne Beschädigung des Originals eine Kopie."

Gratishumus der Zivilisation
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 07.09.2009

Hm… ob Piraten und Co. damit einverstanden sind, wenn ich in einem Buchgeschäft ein Buch nehme, es auf den Kopierer lege und vorsichtig kopiere, das Buch dann wieder zurückstelle und die Kopie mitnehme mit den Worten:

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CDU Wahlsong 2009

Montag, 17. August 2009

Die meisten Kommentare im Spreeblick sind eindeutig: Der Wahlsong der CDU ist grottenschlecht. In der Tat, es ist ein typischer Schlager, der allerdings recht harmonisch und gefällig daherkommt mit einem Refrain, den die Anhängerschaft der CDU auch nach ein paar Bier noch mitsingen kann.

Bei diesem Wahlkampf wird es nicht nur darum gehen, so viele Wählerstimmen wie möglich zu sammeln. Dieses Jahr, so sagt mir mein Gefühl, wird es vor allem darauf ankommen, überhaupt erst einmal seine eigene (Stamm)Wählerschaft zu mobilisieren und an sich zu binden, die Wanderbewegungen zu anderen Parteien zu verhindern. Die CDU spricht in meinen Ohren mit diesem Friede-Freude-Eierkuchen-Lied die eigene Wählerschaft zielgruppengerecht an, bietet ihr einen emotionalen Zugang zur Partei und befriedigt ein Harmoniebedürfnis, das bei vielen älteren Menschen durchaus vorhanden sein dürfte. Ob die CDU mit diesem Lied inhaltlich überzeugen will, glaube ich nicht mal. Die Botschaft im Lied ist simpel, die Wähler sollen nicht überfordert, sondern positiv zur CDU eingestellt werden. Wem das Lied gefällt, dem gefällt vielleicht auch die CDU. Und wenn an der Wahlurne keine sachlichen Argumente mehr helfen, dann vielleicht am Ende emotionale. Selbst mir gefällt die Melodie, sie verursacht gute Laune, und das ärgert mich.

Um die eigenen Wähler zu binden, ist der Song in meinen Augen ein cleverer Schachzug (Wer ist denn die Wählerschaft der CDU? Die Web 2.0-Generation etwa?). Wähler, die der CDU von Anfang an kritisch gegenüberstehen, wird auch der Song nicht überzeugen. Wenn die CDU ihre eigenen Wähler mobilisieren kann, braucht sie das auch nicht.

Was hat die SPD im Gegenzug ihren Wählern zu bieten?

Integration aus Sicht von Migranten

Freitag, 08. Februar 2008

Das Thema »Integration« ist eigentlich kein neues. Schon in der Antike haben Völker überlegt, wie sie andere, zumeist besiegte Völker in ihr Reich integrieren können. Über die damaligen Methoden und deren Erfolg mag man streiten. Wirklich erfolgreich war die Menschheit aber offenbar nicht, sonst würden wir heute nicht mehr so planlos diskutieren.

Integration muss sowohl von den Migranten und deren Kindern und der Mehrheitsgesellschaft angestrebt werden. Beide sind in der Pflicht, von beiden Gruppen hängt der Erfolg ab.

Eine vorbildliche Initiative zur Unterstützung von Migranten ist das START–Schülerstipendienprogramm der Gemeinnützigen Hertie–Stiftung. »Begabte und engagierte Schüler im Alter von 14– bis 18 Jahren erhalten auf ihrem Weg zum Abitur eine finanzielle und ideelle Förderung.«

Ein Essay–Wettbewerb 2005 unter aktuellen und ehemaligen Stipendiaten hat eine Reihe von lesenswerten Aufsätzen hervorgebracht, die Integration aus Sicht von Migranten beschreiben und die vieles von dem, was ich selbst erlebt habe oder denke, enthalten. Im Gegensatz zu meinen letzten beiden Einträgen hier sind sie positiver und optimistischer formuliert. Die Gewinner–Essays sind als PDF–Datei herunterladbar.

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Die Farbe meiner Haut

Freitag, 18. Januar 2008

Über die Diskussion um kriminelle jugendliche Ausländer habe ich bislang immer nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Wieder versucht ein Politiker, am rechten politischen Rand nach Wählerstimmen zu fischen. Im Grunde ist es eine einzige »Ausländer raus«–Kampagne. Ohne Rücksicht auf die vielen Ausländer, die sich an deutsche Gesetze halten und nicht kriminell sind, sondern, im Gegenteil, häufig selbst Opfer von Diskriminierung werden. Ein abfälliger Blick, ein Zurückweichen. Man muss nicht viel Worte machen, um seine Abneigung zu zeigen.

Um ein Zitat von SPD–Chef Kurt Beck abzuwandeln:
»Die Gastarbeiter, die ihre ganze Arbeitskraft in den Erfolg deutscher Unternehmen investiert haben, sind Herrn Koch und großen Teilen der CDU egal.«

Kein Wunder, dass Herr Koch Applaus von der NPD erhält.

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Integration – ein deutsches Problem

Freitag, 16. November 2007

Die letzte Woche stand beim ZDF unter dem Motto »Wohngemeinschaft Deutschland – Woche der Integration«. Zahlreiche Reportagen, Spielfilme, Gesprächsrunden und Shows sollten ein vielfältiges Bild dieser Wohngemeinschaft zeigen.

Für die Dortmunder war vor allem die dreiteilige Dokumentation »Rap, Koran und Oma Bonke« interessant. In der Ankündigung hieß es: »…wirft das ZDF einen Blick auf einen sozialen Brennpunkt in der Dortmunder Nordstadt. Fünf Reporter haben sich für mehrere Monate hier einquartiert, um zu zeigen, über welche Menschen wir reden, wenn es um Integration oder Zuwanderung geht. Welche Chancen sich den Menschen bieten und welche sie nutzen.«

Am Freitag, den 09.11.2007, kurz vor der Ausstrahlung des 3. Teils, fand in einem Gemeindehaus eine öffentliche Diskussionsrunde statt mit einigen der Redakteure und Reportern, die in der Nordstadt fast ein halbes Jahr recherchiert und gedreht haben.

Die meisten Bewohner der Nordstadt sind an diesem Abend unzufrieden und sie zeigen es deutlich. Die Reporter wiederum sind um Verständnis bemüht, rechtfertigen ihre Sendung und verweisen auf den dritten Teil, der noch mehr positive Aspekte zeigen will.

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GEZ

Donnerstag, 06. September 2007

Wie ein Unternehmen sein gutes Image bewahren will, demonstriert die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich–rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (GEZ) am Beispiel der Wissensplattform akademie.de.

Ob sie damit wohl Erfolg haben wird…?

Froschgebaren

Freitag, 04. August 2006

Wenn ich meinen Enkelkindern eines Tages erzähle, wie ich in meiner Jugend mit meiner Schwester ein Iglu aus Schnee gebaut habe, werden sie denken, wir sind bei den Eskimos aufgewachsen.

Im Moment verhalten wir uns wie die Frösche:
Setzt man einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser, springt er sofort raus.
Setzt man den Frosch aber in einen Topf mit kaltem Wasser und erhitzt den Topf dann langsam, bleibt er sitzen, bis er gekocht ist.

Langfristig werde ich dann wohl doch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und das Auto stehen lassen. Und ich brauche wieder ein Fahrrad.

Ob das hilft?

dropping knowledge

Sonntag, 30. Juli 2006

Welche Fragen bewegt die Menschheit – und welche Antworten haben kluge Köpfe darauf?

In einer Konferenz in Berlin soll das am 09. September 2006 geklärt werden. Bis dahin werden noch Fragen gesammelt, die auf der Webseite hinterlassen werden können. Einige bekannte oder unbekannte Persönlichkeiten wurden auch mit ihren Fragen gefilmt. Dabei versuchen die Organisatoren, wirklich Menschen von überall zu Wort kommen zu lassen.

Welche Fragen habt ihr?

Über sich selbst schreibt der Verein:

»dropping knowledge e.V. is a registered non-profit association duly organized under the laws of the Federal Republic of Germany. dropping knowledge’s constitutional purposes are the promotion of international understanding and the promotion of art and culture. To serve these purposes, dropping knowledge e.V. conducts the project ›dropping knowledge‹.«

Kingt nach einem tollen Projekt.

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