re:publica 2011: Echokammern oder Wenn Linke Linke verlinken

27. April 2011

Als Trainer lernt man, seine Vorträge und Workshops so zu halten, dass die Teilnehmer am Ende mit ein, zwei neuen Ideen und Gedanken nach Hause gehen (einen Vortrag komplett zu verinnerlichen schafft ja selbst kaum ein Referent). Thomas Pfeiffer (@codeispoetry) hat da alles richtig gemacht, hat sich mir nach seiner Session doch ein Begriff besonders eingeprägt: Echokammern (»echo chambers«). Seine Session »Wenn Linke Linke verlinken« war ein guter Einstieg in die re:publica, weil sie sich tatsächlich für mich als Bereicherung für einige der folgenden Sessions entpuppte.

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Wikipedia widerlegt keine Markttheorien

24. August 2010

Das Handelsblatt titelt heute "Wie Wikipedia Markttheorien widerlegt" (via @carta_). Dieser Artikel ist aus meiner Sicht einfach nur ärgerlich:
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Was kommt nach der Integration?

20. Juli 2010

Ein Satz aus dem Artikel “Was kommt nach der Gleichstellung?” von Antje Schrupp, der mir sehr gut gefallen hat und den ich eines Tages gerne in abgewandelter Form auch auf Migranten anwenden wollen würde:

Nach der Integration besteht die Herausforderung darin, die kulturelle Differenz an den Orten, wo sie sich zeigt, nicht zu verleugnen, sondern zum Gegenstand politischer Verhandlungen zu machen – und das, wohlgemerkt, ohne in alte Migrantenrollenklischees zurückzufallen, die es leider auch immer noch gibt.

Nach Antje Schrupp, Was kommt nach der Gleichstellung?, 20.07.2009

Nur weil Frauen in der Gesellschaft gleichberechtigt werden oder sind, werden aus Männern keine Frauen.
Und nur, weil (falls) Migranten eines Tages in der deutschen Gesellschaft gleichberechtigt werden, würden aus Deutschen keine Migranten.

Dass sich das Verständnis vom Mann-Sein ändert oder das Verständnis vom Deutschen, ist nichts Neues, sondern hat es (historisch gesehen) in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden laufend gegeben.

Auch wenn gerade Männer mit Zuwanderungsgeschichte das nicht gerne hören, aber wir Migranten können einiges von den Frauen und der Frauenbewegung lernen.

Nach dem Brand

14. Juli 2010

Eigentlich hatte ich mich letztes Wochenende darauf gefreut, Carola (moving-target.de, @botenstoff und ihren Mann nach etlichen Jahren wiederzusehen und endlich auch deren kleine Tochter kennenzulernen. Auf dem Weg zur Gartenparty dann die Nachricht, dass die neue Eigentumswohnung der kleinen Familie letzten Donnerstag abgebrannt ist. Oliver lag mit Verbrennungen im Krankenhaus, weil er noch versucht hatte, den Brand zu löschen. Carola und ihre Tochter konnten dagegen schon nach kurzer Zeit das Krankenhaus wieder verlassen.

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Piraten und das Urheberrecht

08. September 2009

"Wir nehmen", verteidigen sie sich, "doch niemandem etwas weg. Wir fertigen lediglich ohne Beschädigung des Originals eine Kopie."

Gratishumus der Zivilisation
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 07.09.2009

Hm… ob Piraten und Co. damit einverstanden sind, wenn ich in einem Buchgeschäft ein Buch nehme, es auf den Kopierer lege und vorsichtig kopiere, das Buch dann wieder zurückstelle und die Kopie mitnehme mit den Worten:

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Wenn Unternehmen in potenziellen Kunden einen Feind sehen

01. September 2009

…oder wie Unternehmen mit kritischen Kunden umgehen sollten.

Kritik ist immer unschön, ob berechtigt oder nicht. Schlechte Kritik kann dem Ruf schaden und damit auch dem Geschäft. Kritik hat wohl auch der Sportartikelhersteller JAKO von einem Blogger bekommen für das neue Logo des Unternehmens. Folge: JAKO hat den Blogger abgemahnt.

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CDU Wahlsong 2009

17. August 2009

Die meisten Kommentare im Spreeblick sind eindeutig: Der Wahlsong der CDU ist grottenschlecht. In der Tat, es ist ein typischer Schlager, der allerdings recht harmonisch und gefällig daherkommt mit einem Refrain, den die Anhängerschaft der CDU auch nach ein paar Bier noch mitsingen kann.

Bei diesem Wahlkampf wird es nicht nur darum gehen, so viele Wählerstimmen wie möglich zu sammeln. Dieses Jahr, so sagt mir mein Gefühl, wird es vor allem darauf ankommen, überhaupt erst einmal seine eigene (Stamm)Wählerschaft zu mobilisieren und an sich zu binden, die Wanderbewegungen zu anderen Parteien zu verhindern. Die CDU spricht in meinen Ohren mit diesem Friede-Freude-Eierkuchen-Lied die eigene Wählerschaft zielgruppengerecht an, bietet ihr einen emotionalen Zugang zur Partei und befriedigt ein Harmoniebedürfnis, das bei vielen älteren Menschen durchaus vorhanden sein dürfte. Ob die CDU mit diesem Lied inhaltlich überzeugen will, glaube ich nicht mal. Die Botschaft im Lied ist simpel, die Wähler sollen nicht überfordert, sondern positiv zur CDU eingestellt werden. Wem das Lied gefällt, dem gefällt vielleicht auch die CDU. Und wenn an der Wahlurne keine sachlichen Argumente mehr helfen, dann vielleicht am Ende emotionale. Selbst mir gefällt die Melodie, sie verursacht gute Laune, und das ärgert mich.

Um die eigenen Wähler zu binden, ist der Song in meinen Augen ein cleverer Schachzug (Wer ist denn die Wählerschaft der CDU? Die Web 2.0-Generation etwa?). Wähler, die der CDU von Anfang an kritisch gegenüberstehen, wird auch der Song nicht überzeugen. Wenn die CDU ihre eigenen Wähler mobilisieren kann, braucht sie das auch nicht.

Was hat die SPD im Gegenzug ihren Wählern zu bieten?

Feintuning und Kommentare

22. Juli 2009

Also, wie man an einigen Stellen noch sehen kann, ist mein Blog noch nicht optimal eingerichtet. Das kann noch etwas dauern, da ich im Moment die Zeit auf andere Dinge konzentriere.

Eventuell gibt es mit der Kommentarfunktion ein paar Probleme. Ich werde das mal beobachten und gegebenenfalls anpassen. Kommentare werden von mir allerdings erst einmal geprüft, bevor sie freigeschaltet werden. Da ich meine privaten Mails tagsüber nicht so häufig abrufe, bitte ich um Geduld, wenn es mal etwas länger dauert.

Danke. ^^

P.S. In einigen alten Artikeln sind die Umlaute zerschossen worden. Ich habe noch keine Lösung dafür. Wer eine kennt, der melde sich bitte bei mir.

Danke! ^^

P.P.S. Ja. Blogroll muss ich auch überarbeiten.

Nicht jeder Tipp ist auch ein guter Tipp

22. Juli 2009

Wirtschaftsthemen sind für viele ein Bah-Thema, moralisch fragwürdig, und doch kann man nicht ohne. Umso freudiger nehmen wir Geschichten zur Kenntnis, die uns zeigen, dass es auch anders geht. Die Geschichte der kleinen Sophia (via twitter@webstandardsmag) ist so eine: Die 6jährige verschenkt Limonade in der Nachbarschaft, bekommt dabei mehr zurück als eigentlich erwartet und erteilt ihrem Vater dazu noch eine Lektion in Sachen Unternehmertum, der seine Lektion wiederum in 9 Tipps weitergibt.
So was lesen wir doch gerne. Wirklich nett zu lesen, irgendwie goldig. Am Anfang habe ich auch noch gelächelt, dann habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt und mich hinterher geärgert.
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Vodafone-Kampagne “Heroes”

12. Juli 2009

Alle Welt redet über die neue Vodafone-Kampagne. Alle Welt?
Ich habe gestern Abend den Werbespot von Vodafone gesehen. Wäre da nicht Sascha Lobo aufgetaucht, ich hätte diesen Spot nicht mit der aktuellen Diskussion um Vodafones Vorstoß in Richtung Social Media in Verbindung gebracht.

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