Hm… ob Piraten und Co. damit einverstanden sind, wenn ich in einem Buchgeschäft ein Buch nehme, es auf den Kopierer lege und vorsichtig kopiere, das Buch dann wieder zurückstelle und die Kopie mitnehme mit den Worten:
…oder wie Unternehmen mit kritischen Kunden umgehen sollten.
Kritik ist immer unschön, ob berechtigt oder nicht. Schlechte Kritik kann dem Ruf schaden und damit auch dem Geschäft. Kritik hat wohl auch der Sportartikelhersteller JAKO von einem Blogger bekommen für das neue Logo des Unternehmens. Folge: JAKO hat den Blogger abgemahnt.
Die meisten Kommentare im Spreeblick sind eindeutig: Der Wahlsong der CDU ist grottenschlecht. In der Tat, es ist ein typischer Schlager, der allerdings recht harmonisch und gefällig daherkommt mit einem Refrain, den die Anhängerschaft der CDU auch nach ein paar Bier noch mitsingen kann.
Bei diesem Wahlkampf wird es nicht nur darum gehen, so viele Wählerstimmen wie möglich zu sammeln. Dieses Jahr, so sagt mir mein Gefühl, wird es vor allem darauf ankommen, überhaupt erst einmal seine eigene (Stamm)Wählerschaft zu mobilisieren und an sich zu binden, die Wanderbewegungen zu anderen Parteien zu verhindern. Die CDU spricht in meinen Ohren mit diesem Friede-Freude-Eierkuchen-Lied die eigene Wählerschaft zielgruppengerecht an, bietet ihr einen emotionalen Zugang zur Partei und befriedigt ein Harmoniebedürfnis, das bei vielen älteren Menschen durchaus vorhanden sein dürfte. Ob die CDU mit diesem Lied inhaltlich überzeugen will, glaube ich nicht mal. Die Botschaft im Lied ist simpel, die Wähler sollen nicht überfordert, sondern positiv zur CDU eingestellt werden. Wem das Lied gefällt, dem gefällt vielleicht auch die CDU. Und wenn an der Wahlurne keine sachlichen Argumente mehr helfen, dann vielleicht am Ende emotionale. Selbst mir gefällt die Melodie, sie verursacht gute Laune, und das ärgert mich.
Um die eigenen Wähler zu binden, ist der Song in meinen Augen ein cleverer Schachzug (Wer ist denn die Wählerschaft der CDU? Die Web 2.0-Generation etwa?). Wähler, die der CDU von Anfang an kritisch gegenüberstehen, wird auch der Song nicht überzeugen. Wenn die CDU ihre eigenen Wähler mobilisieren kann, braucht sie das auch nicht.
Was hat die SPD im Gegenzug ihren Wählern zu bieten?
Also, wie man an einigen Stellen noch sehen kann, ist mein Blog noch nicht optimal eingerichtet. Das kann noch etwas dauern, da ich im Moment die Zeit auf andere Dinge konzentriere.
Eventuell gibt es mit der Kommentarfunktion ein paar Probleme. Ich werde das mal beobachten und gegebenenfalls anpassen. Kommentare werden von mir allerdings erst einmal geprüft, bevor sie freigeschaltet werden. Da ich meine privaten Mails tagsüber nicht so häufig abrufe, bitte ich um Geduld, wenn es mal etwas länger dauert.
Danke. ^^
P.S. In einigen alten Artikeln sind die Umlaute zerschossen worden. Ich habe noch keine Lösung dafür. Wer eine kennt, der melde sich bitte bei mir.
Wirtschaftsthemen sind für viele ein Bah-Thema, moralisch fragwürdig, und doch kann man nicht ohne. Umso freudiger nehmen wir Geschichten zur Kenntnis, die uns zeigen, dass es auch anders geht. Die Geschichte der kleinen Sophia (via twitter@webstandardsmag) ist so eine: Die 6jährige verschenkt Limonade in der Nachbarschaft, bekommt dabei mehr zurück als eigentlich erwartet und erteilt ihrem Vater dazu noch eine Lektion in Sachen Unternehmertum, der seine Lektion wiederum in 9 Tipps weitergibt.
So was lesen wir doch gerne. Wirklich nett zu lesen, irgendwie goldig. Am Anfang habe ich auch noch gelächelt, dann habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt und mich hinterher geärgert. Weiterlesen »
Alle Welt redet über die neue Vodafone-Kampagne. Alle Welt?
Ich habe gestern Abend den Werbespot von Vodafone gesehen. Wäre da nicht Sascha Lobo aufgetaucht, ich hätte diesen Spot nicht mit der aktuellen Diskussion um Vodafones Vorstoß in Richtung Social Media in Verbindung gebracht.
Wenn man 17 Monate abwesend war, setzt sich eine Menge Staub an. Einiges fühlt sich plötzlich fremd an, an manchen Stellen kommen ganz dunkel Erinnerungen hoch. Weiterlesen »
Heute habe ich dann auch eine Einladung zur Blogroll–Umfrage des Forschungsprojektes »Netzwerkkommunikation im Internet« der Universität Trier erhalten.
Ja, mein Blogroll bräuchte wohl mal wieder ein Update, so wie mein Blog jetzt schon seit mehr als einem Jahr auf sein neues Design wartet (das ja eigentlich schon längst fertig ist und »nur« noch in die Wordpress–Struktur eingebettet werden müsste, wären da nicht…). Auf der anderen Seite muss ich mir mal Gedanken machen, in welcher Form ein Blogroll überhaupt Sinn macht. Eine von mir noch gar nicht benutzte, aber doch überlegenswerte Alternative sind vielleicht social bookmarks.
Das Thema »Integration« ist eigentlich kein neues. Schon in der Antike haben Völker überlegt, wie sie andere, zumeist besiegte Völker in ihr Reich integrieren können. Über die damaligen Methoden und deren Erfolg mag man streiten. Wirklich erfolgreich war die Menschheit aber offenbar nicht, sonst würden wir heute nicht mehr so planlos diskutieren.
Integration muss sowohl von den Migranten und deren Kindern und der Mehrheitsgesellschaft angestrebt werden. Beide sind in der Pflicht, von beiden Gruppen hängt der Erfolg ab.
Ein Essay–Wettbewerb 2005 unter aktuellen und ehemaligen Stipendiaten hat eine Reihe von lesenswerten Aufsätzen hervorgebracht, die Integration aus Sicht von Migranten beschreiben und die vieles von dem, was ich selbst erlebt habe oder denke, enthalten. Im Gegensatz zu meinen letzten beiden Einträgen hier sind sie positiver und optimistischer formuliert. Die Gewinner–Essays sind als PDF–Datei herunterladbar.
Über die Diskussion um kriminelle jugendliche Ausländer habe ich bislang immer nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Wieder versucht ein Politiker, am rechten politischen Rand nach Wählerstimmen zu fischen. Im Grunde ist es eine einzige »Ausländer raus«–Kampagne. Ohne Rücksicht auf die vielen Ausländer, die sich an deutsche Gesetze halten und nicht kriminell sind, sondern, im Gegenteil, häufig selbst Opfer von Diskriminierung werden. Ein abfälliger Blick, ein Zurückweichen. Man muss nicht viel Worte machen, um seine Abneigung zu zeigen.
Um ein Zitat von SPD–Chef Kurt Beck abzuwandeln: »Die Gastarbeiter, die ihre ganze Arbeitskraft in den Erfolg deutscher Unternehmen investiert haben, sind Herrn Koch und großen Teilen der CDU egal.«