Verträge

Habt ihr einen Überblick über all eure Verträge, die ihr abgeschlossen habt? Wisst ihr, wann ihr sie abgeschlossen habt, wie lange sie laufen, wann sie enden, wann sie erneuert werden, und wie lange die Kündigungsfrist ist? Wisst ihr überhaupt noch, wo ihr eure Unterlagen abgeheftet oder abgespeichert habt?

So ein Umzug bedeutet in vielen Fällen eine Zäsur, ein Einschnitt und die Chance auf einen Neuanfang. Altes durchsehen und nicht mehr Gebrauchtes wegwerfen oder verkaufen.

Sich von alten Dingen zu trennen ist aber manchmal nicht so einfach, wenn sie an bestimmte Laufzeiten gebunden sind. Ich stelle im Moment fest, dass ich im Laufe der Zeit wohl den Überblick verloren habe und nun von einigen Altlasten so schnell gar nicht wegkomme. Was natürlich immer mit Kosten verbunden ist.

Als jüngstes Klotz am Bein entpuppt sich bei mir nun 1&1: Einen neuen DSL–Anbieter vor Ort zu suchen erübrigt sich zunächst, weil ich noch bis Ende des Jahres an den alten gebunden bin. Das 16minütige Telefongespräch wird teuer, weil vom Handy aus geführt. Von den 16 Minuten waren die ersten 5 (gefühlten) Minuten ein Ritt durch die automatische Ansage. Seeeeehr kundenfreundlich. Der Sachbearbeiter selbst war dann doch kompetent. Ein eher ungewohntes Gefühl für mich, wenn ich mit 1&1 zu tun habe. Immer, wenn ich eine eMail–Anfrage startete, kam immer von unterschiedlichen Mitarbeitern eine Antwort, die an meinen Fragen in der Regel vorbeizielte. Daher habe ich diesmal das Telefonat gewählt. Allerdings wusste der Sachbearbeiter zwar auf meine Fragen stets eine Antwort, die Sinn machte. Aber das Gefühl, er hilft mir, stellte sich trotzdem nicht ein.

Das Telefonat war ernüchternd. Unternehmen, die in einem Massengeschäft unterwegs sind, geht es offenbar nur ums Geschäft. Der Kunde ist kein König, sondern die goldene Kuh, die so fest wie möglich gebunden und so lang wie möglich gemolken werden muss, bevor sie andere saftige Weiden entdeckt.

Fazit des heutigen Tages: Ich werde nicht nur meinen DSL–Anschluss kündigen, sondern auch meinen Webhosting–Vertrag. Die Kuh will auf eine Weide, wo sie größere Freiheiten besitzt und auch gepflegt und nicht nur gemolken wird. Sie wird es mit Treue belohnen.

P.S. Jeder neuer Vertrag kommt von nun an in eine Liste mit allen wichtigen Vertragsdaten. Die alten werden im Laufe der Zeit ergänzt. Jeder Vertrag, bei dem Altkunden nicht ohne weiteres von Tarifsenkungen profitieren können, wird gekündigt. Der nächste Kandidat in dieser Kategorie: BASE von eplus…

Thomas Quasthoff und Jazz

Thomas Quasthoff ist ein charismatischer Mann mit einer phantastischer Stimme. Leider bin ich kein Kenner der klassischen Musik (siehe auch den ersten Beitrag von heute), daher kenne ich sein Repertoire nicht wirklich.

Jetzt hat der 3fache Grammy Award–Gewinner einen Ausflug in den Jazz gewagt. Wenn gleich ich dem Jazz eigentlich noch weniger abgewinnen kann, finde ich diese Konstellation faszinierend. Als Resultat ist seit heute das Album »The Jazz Album« auf dem Markt. Auf der dazu gehörigen Internetseite kann man sich zu jedem Stück eine Hörprobe von 1:30 min Länge anhören, die tatsächlich Appetit auf mehr machen. Auch die Dokumentation (ca. 3:30 min lang, auf der rechten Seite zu finden) lohnt sich.

Ich denke, diesmal landet Thomas Quasthoff mit Sicherheit auf meiner Einkaufsliste. ^^

Partituren 9: Filmmusik

Seit gestern habe ich nun Ausgabe 9 der Zeitschrift Partituren auf dem Schreibtisch und bin schon vom Cover begeistert. Das Thema ist diesmal Filmusik, die dazugehörige Heft–CD bietet entsprechende Beispiele klassischer Musik aus unterschiedlichen Filmen und Epochen. Ich habe mir zwar erst die Hälfte der CD im Auto angehört (der unpassendste Ort für klassische Musik…), bin aber jetzt schon begeistert.

Den Zugang zur klassischen Musik konnte mir bislang niemand so richtig vermitteln. Weder Musikschule noch Gymnasium. Dabei bin ich der Musik nicht abgeneigt, nur hatte ich immer den Eindruck, dass klassische Musik mit einem gewissen Ernst betrachtet bzw. gehört werden muss, während Popmusik stets etwas Seichtes sei. Dass dem nicht so sein muss, ist mir mir rational betrachtet schon klar, nur hat diese Erkenntnis allein noch nicht gereicht, dass ich mich einfach in die Klassikabteilung eines Musikgeschäftes gesetzt hätte.

Die Zeitschrift Partituren kam da Ende 2005 eigentlich zum richtigen Zeitpunkt. Ein Schwerpunktthema bietet mir alle zwei Monate die Möglichkeit, mich schrittweise in die Welt der Klassik einzulesen. Manchmal habe ich zwar schon den Eindruck, dass etwas Hintergrundwissen nicht schadet, insbesondere, was das Fachvokabular anbetrifft. Aber einige Artikel sind wiederum so interessant geschrieben, dass sie meine Neugier wecken und ich Lust auf mehr bekomme. Es ist aber vor allem die beigefügte Heft–CD, die mich interessiert. Im Geschäft täte ich mich schwer, mich durch die CDs durchzuhören (wo anfangen?). Die CD wiederum bietet einen bunten Einblick in ein bestimmtes Thema, der mir ausreicht zu entscheiden, ob ich mich mit dem Thema intensiver beschäftigen will oder nicht. Mit 8 EUR ist die Zeitschrift allerdings nicht billig, zumal das Heft auch eigentlich recht dünn ist. Aber was tut man nicht alles für die Bildung… ^_~