Archiv für die Kategorie ‘gelebt’

Nach dem Brand

Mittwoch, 14. Juli 2010

Eigentlich hatte ich mich letztes Wochenende darauf gefreut, Carola (moving-target.de, @botenstoff und ihren Mann nach etlichen Jahren wiederzusehen und endlich auch deren kleine Tochter kennenzulernen. Auf dem Weg zur Gartenparty dann die Nachricht, dass die neue Eigentumswohnung der kleinen Familie letzten Donnerstag abgebrannt ist. Oliver lag mit Verbrennungen im Krankenhaus, weil er noch versucht hatte, den Brand zu löschen. Carola und ihre Tochter konnten dagegen schon nach kurzer Zeit das Krankenhaus wieder verlassen.

(weiterlesen…)

Wenn Unternehmen in potenziellen Kunden einen Feind sehen

Dienstag, 01. September 2009

…oder wie Unternehmen mit kritischen Kunden umgehen sollten.

Kritik ist immer unschön, ob berechtigt oder nicht. Schlechte Kritik kann dem Ruf schaden und damit auch dem Geschäft. Kritik hat wohl auch der Sportartikelhersteller JAKO von einem Blogger bekommen für das neue Logo des Unternehmens. Folge: JAKO hat den Blogger abgemahnt.

(weiterlesen…)

Integration aus Sicht von Migranten

Freitag, 08. Februar 2008

Das Thema »Integration« ist eigentlich kein neues. Schon in der Antike haben Völker überlegt, wie sie andere, zumeist besiegte Völker in ihr Reich integrieren können. Über die damaligen Methoden und deren Erfolg mag man streiten. Wirklich erfolgreich war die Menschheit aber offenbar nicht, sonst würden wir heute nicht mehr so planlos diskutieren.

Integration muss sowohl von den Migranten und deren Kindern und der Mehrheitsgesellschaft angestrebt werden. Beide sind in der Pflicht, von beiden Gruppen hängt der Erfolg ab.

Eine vorbildliche Initiative zur Unterstützung von Migranten ist das START–Schülerstipendienprogramm der Gemeinnützigen Hertie–Stiftung. »Begabte und engagierte Schüler im Alter von 14– bis 18 Jahren erhalten auf ihrem Weg zum Abitur eine finanzielle und ideelle Förderung.«

Ein Essay–Wettbewerb 2005 unter aktuellen und ehemaligen Stipendiaten hat eine Reihe von lesenswerten Aufsätzen hervorgebracht, die Integration aus Sicht von Migranten beschreiben und die vieles von dem, was ich selbst erlebt habe oder denke, enthalten. Im Gegensatz zu meinen letzten beiden Einträgen hier sind sie positiver und optimistischer formuliert. Die Gewinner–Essays sind als PDF–Datei herunterladbar.

(weiterlesen…)

Die Farbe meiner Haut

Freitag, 18. Januar 2008

Über die Diskussion um kriminelle jugendliche Ausländer habe ich bislang immer nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Wieder versucht ein Politiker, am rechten politischen Rand nach Wählerstimmen zu fischen. Im Grunde ist es eine einzige »Ausländer raus«–Kampagne. Ohne Rücksicht auf die vielen Ausländer, die sich an deutsche Gesetze halten und nicht kriminell sind, sondern, im Gegenteil, häufig selbst Opfer von Diskriminierung werden. Ein abfälliger Blick, ein Zurückweichen. Man muss nicht viel Worte machen, um seine Abneigung zu zeigen.

Um ein Zitat von SPD–Chef Kurt Beck abzuwandeln:
»Die Gastarbeiter, die ihre ganze Arbeitskraft in den Erfolg deutscher Unternehmen investiert haben, sind Herrn Koch und großen Teilen der CDU egal.«

Kein Wunder, dass Herr Koch Applaus von der NPD erhält.

(weiterlesen…)

Frohes Fest

Montag, 24. Dezember 2007

Euch allen da draussen!
^^

Utopisten

Freitag, 30. November 2007

Bei den Vorbereitungen zu den diesjährigen Online-Gewinnspielen bin ich auf das Portal Utopia gestoßen:

»Utopia ist das Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil. Inhaltsgetrieben, informativ, praktisch, realitätsnah und serviceorientiert.«

Interessanterweise hat mich zuerst das Gesicht eines Bekannten, der wohl erst kürzlich Utopist geworden ist, zum Weiterlesen animiert. Das, was ich lese, klingt sehr ermutigend, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger und so locker flockig, wie man dieses Thema vielleicht auch angehen sollte.

Werde mich wohl am Wochenende dort anmelden. ^^

Integration – ein deutsches Problem

Freitag, 16. November 2007

Die letzte Woche stand beim ZDF unter dem Motto »Wohngemeinschaft Deutschland – Woche der Integration«. Zahlreiche Reportagen, Spielfilme, Gesprächsrunden und Shows sollten ein vielfältiges Bild dieser Wohngemeinschaft zeigen.

Für die Dortmunder war vor allem die dreiteilige Dokumentation »Rap, Koran und Oma Bonke« interessant. In der Ankündigung hieß es: »…wirft das ZDF einen Blick auf einen sozialen Brennpunkt in der Dortmunder Nordstadt. Fünf Reporter haben sich für mehrere Monate hier einquartiert, um zu zeigen, über welche Menschen wir reden, wenn es um Integration oder Zuwanderung geht. Welche Chancen sich den Menschen bieten und welche sie nutzen.«

Am Freitag, den 09.11.2007, kurz vor der Ausstrahlung des 3. Teils, fand in einem Gemeindehaus eine öffentliche Diskussionsrunde statt mit einigen der Redakteure und Reportern, die in der Nordstadt fast ein halbes Jahr recherchiert und gedreht haben.

Die meisten Bewohner der Nordstadt sind an diesem Abend unzufrieden und sie zeigen es deutlich. Die Reporter wiederum sind um Verständnis bemüht, rechtfertigen ihre Sendung und verweisen auf den dritten Teil, der noch mehr positive Aspekte zeigen will.

(weiterlesen…)

ABC-Button

Freitag, 16. November 2007

Tolle Idee: Knöpfe, in denen man jeweils einen Buchstaben (oder ein sonstiges Zeichen) einsticken kann! Funktionieren tut dies mit Hilfe von 9 kleinen Löchern in den dunklen Büffelhornknöpfen. Eine Beschreibung samt Nähanleitung findet man bei ABC–Buttons. Dort kann man auch einen passenden Fonts für den Rechner runterladen. Bestellen kann man die Knöpfe dann hier oder hier. Jeweils drei Knöpfe (Durchmesser: 19 mm) samt Nadel und Garn. Einziger Wermutstropfen ist der Preis von 9,– EUR pro Set.

Gefunden im aktuellen Monatsbrief von Manufactum, der heute in meinen Briefkasten lag. Mit weiteren interessanten Produkten und vor allem Büchern (dieses , dieses und jenes welche). Der Katalognachtrag Weihnachten 2007 ist allerdings auch nicht zu verachten… ^^

Dortmund, Nordstadt

Montag, 05. November 2007

Als wir unser kleines Unternehmen nach Dortmund in die Nordstadt verlagerten, hab ich am Anfang nicht viel Gutes über die Nordstadt gehört. Zuviel Kriminalität, zuviel Drogen, zuviel Prostitution, zuviele Arbeitslose, zuviele Ausländer. Von den ersten drei Punkten habe ich noch nicht viel mitbekommen. Das mag auch daran liegen, dass wir nicht im Herzen der Nordstadt arbeiten, sondern am westlichen Rand der Nordstadt, nah am Dortmunder Hafen.

Ab Mittwoch widmet sich das ZDF in einer dreiteiligen Dokumentation ausschließlich der Dortmunder Nordstadt und ihren Bewohnern und zeigt ihren Alltag. Die Themen Zuwanderung und Integration stehen hierbei besonders im Mittelpunkt. Als jemand, der in vielerlei Hinsicht von diesen Themen betroffen ist, bin ich gespannt, welches Bild und welche Erkenntnisse die Dokumentation vermitteln wird.

Ein Fernsehteam hat auch bei uns kurz vorbeigeschaut, als es einen Mitarbeiter vom Entwicklungszentrum für berufliche Qualifikation und Integration bei seiner Arbeit filmte. Mal sehen, ob ich mich darüber freuen werde oder nicht. Falls wir überhaupt vorkommen werden, denn das konnte uns der Mann vom EWZ leider nicht sagen. Immerhin werde ich über die Dortmunder Nordstadt selbst wahrscheinlich (hoffentlich) mehr erfahren als nach mehr als einem Jahr Arbeit hier.

P.S. Ich bin anscheinend nicht der einzige, der schon ganz gespannt ist auf die Dokumentation. Ein Mitarbeiter der Dortmunder Wirtschaftsförderung erwähnte die Dokumentation am Telefon, und auch unser Vermieter erzählte, dass ein Fernsehteam an der Schule seiner Frau war. ^^

[ZDF, Rap, Koran und Oma-Bonke
Folge 1: Mittwoch, 07. November, 22:15 Uhr
Folge 2: Donnerstag, 08. November, 22:15 Uhr
Folge 3: Freitag, 09. November, 22:35 Uhr
]

DerWesten

Donnerstag, 01. November 2007

Die Frage, was passiert, wenn eine Bloggerin die Internetpräsenz einer Zeitung neu erschaffen soll, ist seit Montag geklärt: DerWesten, das neue Internet–Portal der WAZ ist online.

Mein erster Eindruck: Es gibt viel zu entdecken. Und, wie in Zeiten von Web 2.0 auch üblich, gibt es auch eine Reihe von Möglichkeiten, sich als Leser aktiv zu beteiligen. Quasi an seinem lokalen/regionalen Portal zu basteln, es inhaltlich mitzugestalten. Das find ich imponierend. Meinen Respekt für das Konzept, für die Arbeit und für den Willen und für den Mut, das Portal auch in dieser Form umzusetzen.

Große Plakate in der Stadt hatten das Portal bereits angekündigt, SPIEGEL online hat schon vorab einen hilfreichen Überblick über das Portal gegeben. Bleibt nur noch, selbst mal auf Erkundungstour zu gehen. Auf einige Fehler muss man wohl noch gefasst sein (Kinderkrankheiten, z.B. erhielt ich eine Fehlermeldung, als ich in der Community das Forum aufrufen wollte). Aber ich denke, das bekommen die noch hin.

Überhaupt die Community: Scheinbar für jedermann offen (wie offen, muss ich noch sehen) sind dort Profile von Nutzern und Redakteuren zu lesen mit ihren Blogeinträgen und Bildern. Die Verlinkung untereinander (wer ist der Freund von wem) ist ebenfalls möglich. Schaut man in die Profile der Redakteure rein, spürt man ihre Begeisterung und ihren Elan. Die gute Laune ist ansteckend und versprüht einen Pioniergeist, selbst aktiv zu werden, z.B. auf Westropolis.

Interessant ist die Präsentation von Vereinen. In Verbindung mit dem Geo–Tagging eine interessante Möglichkeit, sich potenziellen Neumitgliedern vorzustellen und bereits eingetragene Mitglieder auf dem Laufenden zu halten. Das erleichtert auch Zugereisten, schnell Anschluss zu finden. Überhaupt bietet das Portal hier im Pott das Potenzial, zum ständigen Wohnortführer zu werden. Das wird Schule machen.

^^